Lizenzmanagement-Glossar

Unser Lizenzmanagement-Glossar hilft Ihnen, Begriffe im Umfeld des Lizenzmanagements schnell nachzuschlagen. Das Glossar wird ständig erweitert, erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Definitionen spiegeln unsere Erfahrungen mit der Begriffswelt rund um das Lizenzmanagement wider. Gerne nehmen wir Ihre Anregungen auf. Senden Sie einfach eine E-Mail.  

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Add-On

Ein Add-On bezeichnet eine zusätzliche Komponenten zu einer Software, die lizenz- und kostenpflichtig sein kann, aber nicht muss.

Agent

Ein (Software)-Agent erfasst die Hard- und Software-Daten eines Systems möglichst detailliert (Inventarisierung) und leitet sie zur Auswertung an einen Server weiter. Der Vorteil der Nutzung von Agenten liegt darin, dass das Netzwerk während der Inventarisierung minimal belastet wird.

Asset

Siehe IT-Asset.

Basel II

Basel II ist eine europäische Banken- und Kapitalrichtlinie, die festlegt, dass Banken vor einer Kreditvergabe an ein Unternehmen eine Bonitätsbewertung vornehmen müssen, die sich auf die drei Säulen Mindestkapitalanforderungen, bankenaufsichtlicher Überprüfungsprozess und erweiterte Offenlegung stützt. Auch die Bewertung operationeller Risiken fließt in den Kreditvergabeprozess ein. Dazu zählt auch die korrekte Bewertung von IT-Risiken wie beispielsweise einer Unterlizenzierung.

CAL

Abkürzung für „Client Access License“. Die Lizenzierung per CAL steht für eine Softwarelizenz, die pro Gerät oder Nutzer ausgelegt ist und die sich auf die Interaktion zwischen Clients (Anwender oder Geräte) und Serverdiensten (z.B. Druckserver, Mailserver) bezieht.

Cloud Computing

Cloud Computing bezeichnet die Bereitstellung von IT-Ressourcen durch einen Provider via Internet. Anwender müssen in der Regel für diese Ressourcen keine Vorab-Investitionen tätigen, kein Know-how aufbauen und sich auch nicht um Betrieb oder Administration kümmern. Für den Zugriff auf die bereit gestellten Ressourcen genügt in der Regel ein Standard-Browser.

Compliance Report

Zumeist automatisierter Report aus Lizenzmanagement-Lösungen wie z.B. Miss Marple. Erstellt aus den technischen und kaufmännischen Daten, die in der Lösung vorliegen, den Soll-/Ist-Vergleich zwischen tatsächlich installierter bzw. im System vorhandener Software (Assets) und gekaufter Software (Lizenzen).

Concurrent Use

Concurrent Use beschreibt die Nutzung einer von einem zentralen Server bereitgestellten Software durch mehrere Client-Rechner während des gleichen Zeitintervalls. Es dürfen gleichzeitig nur so viele Client-Rechner zugreifen wie im Concurrent Use Modell festgelegt wurde.

Downgrade-Recht

Dies umfasst das Recht des Lizenznehmers, eine vorhergehende Version der aktuell lizenzierten Software zu installieren.  

EULA

EULA steht für End User License Agreement und meint den Endbenutzer-Lizenzvertrag.   

Inventarisierung

Möglichst detaillierte Erfassung aller im Unternehmen eingesetzten Softwareprodukte mit dem Ziel, diese den kaufmännisch vorhandenen Lizenzen gegenüber zu stellen und so Über- bzw. Unterlizenzierungen aufzudecken und Daten für die Erstellung eines Compliance Reports bereitzustellen.

ISO/IEC 19770-1

Die Norm der ISO (International Organization for Standardiation) beschreibt die Prozesse, mit denen ein Unternehmen in die Lage versetzt wird, Software Asset Managment (SAM) nach internationalem Standard betreiben und den Nachweis darüber führen zu können. Die Norm soll die Einführung eines standardisierten Softwaremanagements im deutschsprachigen Wirtschaftsraum erleichtern.

IT-Asset

Als IT-Assets werden im Lizenzmanagement Software-Anwendungen und physische Hardware-Komponenten bezeichnet. Diese sind mit den Lizenzen abzugleichen, um den Ist-Bestand mit dem tatsächlich vorhandenen Nutzungsrecht zu vergleichen. Im Englischen bedeutet "Asset" Aktivposten, Anlagegut, Bestand.

Lizenz (Softwarelizenz)

Mit dem Kauf einer Software wird i.d.R. das Nutzungsrecht (Softwarelizenz) an dieser Software erworben. Mit einer Softwarelizenz erhält ein Lizenznehmer also das Recht, eine Kopie der Software unter den Bedingungen des jeweiligen Lizenzvertrages einzusetzen.

Lizenzmanagement

Lizenzmanagement umfasst alle Unternehmensprozesse und die notwendige Infrastruktur, die sicherstellen, dass Software und die dazugehörigen Lizenzen legal, ökonomisch sinnvoll und effizient verwaltet und optimiert werden. Innerhalb von ITIL wird Lizenzmanagement als Software Asset Management Prozess bezeichnet.

Lizenzpool

Ein Lizenzpool ist ein virtuelles Lager, in dem lizenzierte, aber momentan nicht verwendete Softwarepodukte vorgehalten werden. 

Lizenzvertrag

Vertrag, durch den der Inhaber eines gewerblichen Schutzrechts (Lizenzgeber) einem anderen (Lizenznehmer) ein Nutzungsrecht für sein Produkt (z.B. Software) einräumt. Im Vertrag wird festgehalten, welche Rechte und Pflichten dies im Einzelnen umfasst und wie die Nutzungsbedinungen aussehen.

Metering

Der englische Begriff "Metering" steht für "zählen", "messen". Im Lizenzmanagement bedeutet "Software Metering" die Zählung der tatsächlichen Zugriffe auf ein Softwareprodukt im Unternehmen. Ziel ist es, die tatsächliche Nutzung von Software zu ermitteln, nicht nur deren Vorhandensein.

Microsoft-Lizenzierung

Siehe Special zur Microsoft-Lizenzierung.

On Premise

Software "on Premise" wird vom Anwender gekauft und selbst von ihm betrieben. Gegenstück zu "on Premise" ist Software-as-a-Service (SaaS).

Service Level Agreement (SLA)

Ein Service Level Agreement beschreibt die zwischen Lizenznehmer und Lizenzgeber festgelegten Vereinbarungen für bestimmte zu erbringende Dienstleisungen.

Software-as-a-Service (SaaS)

Software-as-a-Service (SaaS) bezechnet die Bereitstellung der Funktionalität von Software via Internet. Die Nutzung von Software-as-a-Service erfolgt in der Regel über den Internet-Browser. Gegenstück dazu ist Software "on Premise".

Überlizenzierung

Eine Überlizenzierung liegt vor, wenn der Ist-Bestand an Software-Installationen kleiner ist als der lizenzierte Softwarebestand. In diesem Fall hat ein Unternehmen mehr Software-Produkte lizenziert als es tatsächlich nutzt. Hier liegt ein finanzielles Einsparpotenzial.

Unterlizenzierung

Eine Unterlizenzierung liegt vor, wenn der Ist-Bestand an Software-Installationen größer ist als der lizenzierte Softwarebestand. In diesem Fall setzt ein Unternehmen mehr Software-Produkte ein, als es lizenziert hat. Hier liegt ein juristisches Risiko, das Schadenersatzforderungen bis Freiheitsstrafen zur Folge haben kann.

Upgrade-Recht

Dies umfasst das Recht des Lizenznehmers, eine höhere Version der aktuell lizenzierten Software zu installieren.  

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